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Was macht den Cuyabeno Naturpark so attraktiv?
Alle unsere Touren führen in das im Jahre 1979 zum geschützten Naturpark erklärte Cuyabeno Reservat. Der Park ist mit seinen 602.000 Hektar der zweitgrößte staatlich geschützte Park des ekuadorianischen Festlandes. Da von Siedlern und Erdölkonzernen bisher weitgehend verschont geblieben, treffen wir hier auf ein immenses Gebiet unberührten Regenwaldes mit all seiner Vielfalt an Flora und Fauna. Der Cuyabeno Park hat bereits seit den frühen 80er Jahren zahlreiche Biologen und Ornithologen aus aller Welt angezogen. Die renommierte Universität Catholica aus Quito führte im Nordwesten des Parks eine langjährige Forschungsstation, die dann später leider einem Brand zum Opfer fiel. Es wurden im Gebiet pro Hektar mehr als 600 verschiedene Baumarten gezählt. Die Vogelwelt rühmt sich mit mehr als 500 verschiedenen Arten. Auch die abwechslungsreiche Landschaft aus Palmensümpfen, trockenem hügeligen Wald, Flüssen und Seengebieten sucht in ganz Ecuador ihresgleichen. Ein Seengebiet im Nordwesten des Parks, das sich aus 12 unterschiedlichen relativ flachen Lagunen zusammensetzt sowie ein zweites fast 10.000 Hektar großes Seengebiet an der peruanischen Grenze bilden eine der großen Attraktionen Cuyabenos. Sie stellen den Lebensraum von Flußdelphinen, Manatees, Ottern und einer großen Anzahl von Wasservögeln. Das Klima Jährliche Temperaturen: 20°C bis 35° C Luftfeuchtigkeit: 80%-95% Jahresniederschlag: 3500 mm Eine längere Trockenzeit dauert von Dezember bis Ende Februar. Eine zweite kürzere Trockenzeit existiert von August bis Mitte September. Eine ausgeprägte Regenzeit haben wir in den Monaten März bis Ende Juli, wobei die Monate April und Mai die größten Niederschlagsmengen aufweisen. In den übrigen Monaten ist das Klima gemischt, Regen und trockene Tage wechseln sich miteinander ab. Auch in der Regenzeit gibt durchaus regenfreie Tage mit Sonnenschein. Häufig jedoch führt es insbesondere am Nachmittag zu starken Regenschauern mit Gewittern. Anmerkung: Die weltweite Klimaveränderung wirkt sich natürlich auch bis in diese Region aus, so daß es in den letzten Jahren auch hier zu Verschiebungen von Regen- und Trockenzeiten kam. Wann ist die beste Reisezeit? Im Regenwald das ganze Jahr über. Regenzeit: In diesen Monaten sind die Wasserstände in Flüssen und Seen hoch und diese daher gut befahrbar. Die Flußdelphine kommen mit dem hohen Wasserstand in das im Nordwesten gelegene Seengebiet zurück und sind gut zu beobachten. Der Monat Mai ist zudem die Blütezeit der Orchideen im Cuyabeno Seengebiet. Von März bis Juli ist die Reifezeit zahlreicher Früchte an den Flußufern. Diese werden bevorzugt von Affen gegessen, so daß ihre Beobachtung in dieser Jahreszeit besonders leicht fällt. Die Luft ist frischer bei kühleren Temperaturen, das Mückenaufkommen etwas höher. Trockenzeit: Bei starker Trockenzeit ändert sich das gesamte Bild drastisch. Die Flüsse sind wegen ihres geringen Wasserstandes schwer befahrbar. Das Cuyabeno Seengebiet trocknet zum Teil vollständig aus und gleicht dann eher einer südafrikanischen Savannenlandschaft. Anstelle des Kanus sind wir jetzt häufiger zu Fuß unterwegs. Um die zurückgebliebenen Wassertümpel sammeln sich zahlreiche Kaimane und Wassevögel. Wir haben in dieser Jahreszeit häufiger Anacondas beobachten können. Viele Tiere wie Wildschweine und Tapire nähern sich jetzt den Flüssen zum Trinken. Affen ziehen sich jedoch meistens in das Waldinnere zurück und sind daher vom Flußufer kaum zu auszumachen. Die Temperaturen steigen auf bis zu 35°C, Mücken gibt es weniger. Welche Tiere kann man sehen? Tierbeobachtungen sind sehr stark abhängig von Jahreszeiten, Wetterbedingungen, Reifezeiten von Früchten und natürlich dem eigenen Glück. Verallgemeinert lässt sich sagen, daß die artenreiche Vogel- und Insektenwelt zu allen Zeiten gut zu beobachten ist. Die am häufigsten vorkommenden Vögel sind:
andere Tiere:
Warum Kanuwandern? Regenwaldtouren von diversen Reiseveranstaltern werden fast ausschließlich in motorisierten Kanus durchgeführt (Einbaum mit Außenbordmotor). Auch wenn vor Ort einer Lodge auch einmal lautlos mit einem Einbaum gepaddelt wird, so liegt der Schwerpunkt bei einer motorisierten Fortbewegung. Wir von Magic River Tours verzichten weitestgehend auf Motoren, da wir unseren Kunden einen viel intensiveren und hautnahen Kontakt mir der Natur bieten wollen. Lautlos haben wir die besseren Chancen zu einmaligen Tierbeobachtungen und nehmen die vielfältige und bizarre Geräuschkulisse des Waldes ungestört wahr. Ein großer Vorteil nicht nur für unsere Kunden, sondern auch für die Tierwelt, die von sanften Paddelschlägen weitaus weniger gestört wird als durch die Geräusche eines Motors. Unsere Partneragentur ist die einzige, die geführte Kanuwandertouren im ekuadorianischen Regenwald anbietet. Sind Vorkenntnisse im Paddeln erforderlich? Nein. Viele unserer Kunden haben bisher keine oder nur wenige Erfahrungen mit dem Kanu. Zusätzlich zu einer Einweisung in die Grundtechniken des Paddelns, wird jedes Kanu auf den Flüssen von einem erfahrenen Paddler des Magic River Teams gesteuert. Gepaddelt wird ausschließlich auf kleinen und ruhigen Nebenflüssen. Im Seengebiet, in dem es nur eine geringe Strömung gibt, erlernen viele Teilnehmer mit Begeisterung ihr Kanu selbst zu steuern. Die Kanus Zu unserer Ausrüstung zählen insgesamt 8 Kanadier, davon 4 Kanadier der amerikanischen Marke Dagger (Model Venture 17) aus dem Material Royalex sowie 4 Kanadier der gleichen Maße hergestellt aus Fiberglas. Länge: 5,20 m Breite: 0,90 m Sitze: 3 Gewicht Dagger Royalex: 33 kg Gewicht Fiberglas: 40 kg Auch wenn ein typischer Einbaum auf den ersten Blick abenteuerlicher aussieht, so haben wir die Erfahrung gemacht, daß er auf längeren Touren mit Nicht-Indianern schnell unbequem wird. Die Bauweise der Bordwände ist hier flacher, die Sitze befinden sich nahezu auf dem Bootsboden und das Gewicht ist um einiges größer. Aus diesem Grund haben wir uns für die bei uns in Europa bekannten und komfortablen Kanadier entschieden. Wie lange paddeln wir am Tag? Unsere Touren mit dem Kanu dauern nie länger als maximal 5 Stunden täglich. Oftmals erreichen wir unser nächstes Camp auch schon in kürzerer Zeit, wenn der Fluß viel Wasser führt. Generell gilt: 1. Tag: 3.0 Stunden 2. Tag: 4.5 Stunden 3. Tag: 3.0 Stunden 4. Tag: -------- 5. Tag: 1.0 Stunden Ist das Paddeln anstrengend oder wie sportlich müssen Sie sein? Bei uns geht es nicht um die sportliche Leistung, sondern um das Naturerlebnis. Wir erwarten lediglich eine ganz normale körperliche Verfassung. Paddeln mit Magic River Tours ist leicht, weil: -wir immer nur mit der Strömung flußabwärts paddeln, -jeder nach seinem individuellen Rhythmus und Tempo paddeln kann, -ein motorisierter Einbaum vorausfährt und die Ausrüstung und Lebensmittel transportiert. Unsere Touren sind sehr abwechslungsreich gestaltet und ergänzen sich neben den Paddeltouren mit Wanderungen, dem Besuch von Indianergemeinden, Piranhafischen, Schwimmen und diversen anderen Aktivitäten. Kanuexperten Da wir in Kleingruppen reisen, können die Aktivitäten sehr individuell gestaltet werden. Erfahrene Kanufahrer paddeln natürlich nur zu zweit und ohne die Hilfe eines Steuermannes unseres Teams. Bei Interesse kann auch durchaus länger als 4,5 Stunden pro Tag gepaddelt werden. Wo übernachten wir? 1. Nacht: Wir verbringen eine Nacht in Zelten auf dem sogenannten Paso del Tigre, einem kleinen freien Platz mitten im Wald gelegen. Von hier haben wir Aussicht auf den Cuyabeno Fluss der uns zu einem erfrischenden Bad einlädt. Das nächtliche Zirpen allerlei Insekten und anderer Tiere erleben wir hier besonders intensiv. Unsere Zelte sind sogenannte Iglozelte mit großflächigen Moskitonetzteilen in Kuppel, Fenstern und Tür. Statt der normalen Überzelte spannen wir über den Zelten eine große Plastikplane auf. Zwischen Zelt und Plastikplane bleibt ein großzügiger Abstand, so daß es in jedem Zelt luftig frisch bleibt und wir gleichzeitig großzügig vor Regen geschützt sind. 2.-4. Nacht: Die im Jahre 2006 fertiggestellte Magic River Lodge, im Herzen der landschaftlichen Attraktionen des Cuyabeno Nationalparks gelegen, bietet eine qualitativ rustikale Unterbringung. Sie befindet sich direkt am Cuyabeno Fluss, etwas unterhalb des Seengebietes. Unsere Empfangshütte bietet enen atraktiven Blick auf den Flusslauf und lädt zum relaxen in Hängematten ein. Die "Laguna Grande" und alle Wanderwege sind zudem in kurzer Zeit mit dem Motorkanu von der Lodge aus erreichbar. Die auf Stelzen stehenden Hütten sind alle aus lokalen und traditionellen Materialien erbaut worden und verfügen über 8 Doppelzimmer (Twin-Betten oder Doppelbett) jeweils mit WC, Waschbecken und Duschen ausgestattet. Zusätzlich verfügt die Lodge über einen geräumigen Eßraum und eine Küche. Die Reiseleiter Alle unsere Reiseleiter sind qualifizierte englisch- oder deutschsprachigen Reiseleiter mit langjähriger Erfahrung im Regnwald und einer staatlichen Zulassung des Tourismusministeriums. Auf unseren 8-Tagestouren bieten wir zusätzlich einen indianischen Führer. Diese sind natürlich die großen Experten im Regenwald. Ihre Fähigkeiten, Tiere im Wald zu erkennen und anhand von Lauten oder Spuren zu identifizieren, überrascht immer wieder unsere Teilnehmer. Wir erfahren viel über ihre Wertschätzung und ihren Respekt vor der Natur und lernen die wichtigsten Medizinpflanzen und einige Überlebenstechniken für das Leben im Regenwald kennen. Mit viel Enthusiasmus bringen sie uns ihre Kultur näher und lassen so jede Tour auf natürliche Weise zu einem wahren Kulturaustausch werden. Auch unsere zweisprachigen Reiseleiter sind begeisterte Regenwaldkenner und vermitteln uns interessante Hintergrundinformationen zur Biologie, Geschichte und Kultur der Region. Sie sind zugleich die Übersetzter für den indianischen Reiseleiter. Bei speziellen Interessen der Teilnehmer vermitteln wir auf Wunsch und gegen einen kleinen Aufpreis auch gerne Biologen oder Ornithologen mit Universitätsabschluß. Kleingruppen Unsere Gruppen bleiben klein und überschaubar mit maximal 16 Teilnehmern. Auf allen Wanderexkursionen wird die Gruppe so eingeteilt, daß wir mit höchstens 8 Teilnehmern auf den schmalen Dschungelpfaden unterwegs sind. So bekommt auch noch der Letzte der Gruppe mit, was der Reiseleiter vorne Interessantes zu erzählen hat. Kleine Gruppen verursachen allgemein weniger Geräusche, was den Tierbeobachtungen sehr zum Vorteil ist. Was müssen Sie mitbringen?
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